DDDD - squaring the circle

Wo kommen wir her? Hat die Zeit einen Anfang? Dehnt sie sich aus? Wird sie wieder zusammenstützen? Liefe die Zeit dann rückwärts?

Kollektion      DDDD ist ein Synonym für die vierte Dimension, welche als Zeit definiert wird.

Die Kollektion DDDD beschäftigt sich mit der Frage der Entschleunigung in der Mode. Sie greift konzeptuell die Aspekte Zeit und Dimensionen auf.

Zeit ist die vierte Dimension, die durch die Reduktion ihrer Eigenschaft auf einen Kubus, einem Rechteck und einer Linie verkleinert wird. Die vierte Dimension wird Stück für Stück auf die erste Dimension, die Linie, reduziert. Zeit und Geschwindigkeit werden aufgebrochen und in ihre Dimensionen dekonstruiert.

Das Ziel der Kollektion ist es, die Zeit gestalterisch und konzeptionell zu Entschleunigen.

Einleitung      Wir leben in einer schnelllebigen Welt. Der Konsum kurzlebiger, rasch zu kaufender Wegwerfprodukte spiegelt den Zeitgeist wieder. Unsinnige Zeit- und Geldverschwendung wird nicht mehr hinterfragt, die Wertigkeit von Produkten kaum noch geschätzt und respektiert. Die Sinnhaftigkeit vieler Dinge sollte in Frage gestellt werden.

Große Vertikale Modeunternehmen wie Zara und Co. mit Produktionszyklen von zehn bis 15 Tagen, sind in der Lage Trends vom Laufsteg zu kopieren und zu verkaufen, bevor das Originalkleidungsstück des Designers in den Einzelhandel erreicht.

Wieviel Zeit steht einem Kleidungsstück zu, modern zu sein?

Genre/Mood In der schnelllebigen Welt ist die Massenmode eine Art Uniform geworden. Ein anonymer Anzug mit dem sich die Träger gleichmachen und anpassen. Häufig sieht man Gruppen von fast identisch gekleideten jungen Menschen, die sinnbildlich in Geschäfte der Massenmode pilgern.

Besonders in der Businesswelt ist der klassische Anzug dominierend. Im Bewerbungsgespräch verschwindet jedes Individuum hinter homogenen weißen Hemden und schwarzen Anzügen.

Dieses Bild übertrage ich auf die Farb- und Stilinspiration der Kollektion. Dabei rückt der klassische Anzug als Sinnbild für die Anonymität in der Mode in den Vordergrund.

Farben          Die Farben von DDDD bewege sich in den Nude-Hauttönen und den Grau- bis Schwarztönen. Diese verbildlichen einen anonymisierten Menschen auf einem Bewerbungsfoto, wo ein Profil dem andern gleicht. 

Material        Anzug- und Wollstoffe werden mit dem Jersey des T-shirts und dem Batist des Hemdes kombiniert. Sie bilden in neuer Form einen Rückblick auf die zwanziger Jahre und deren Spiel mit dem Männlichen im Weiblichen.

Um den Aspekt der Zeit einzubeziehen werden zusätzlich moderne Hightech-Stoffe wie Neopren und Mesh eingesetzt.

Nachhaltigkeit im Material

Für die Kollektion DDDD wurden unter anderem Materialien aus nachwachsenden Rohstoffen verwendet. Die Materialien der Kollektion wurden von Händlern bezogen, die Überschüsse aus der Textilindustrie bezogen.

Ziel                 Die Schnelllebigkeit in der Mode muss entschleunigt werden.

Wertigkeit sollte wieder aufgelebt werden. Nicht durch teure Materialen und aufwendiger Stickereien, sondern durch die Wertigkeit des Kleidungsstückes für den Einzelnen und dessen Zweck. Es ist die Reduktion auf das Wesentliche, die Mode interessanter macht. Die Konzentration auf das Material, die Reduktion von Farbe und Form. Mit diesen Aspekten spielt auch die Kollektion.

Es sollen Lieblingsteile entstehen und keine Wegwerfprodukte mit Verfallsdatum.

Fazit               Persönlich bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass ich die Zeit nicht entschleunigen brauche. Denn Zeit ist subjektiv. Je mehr ich erlebe, desto langsamer vergeht sie. (Immanuel Kant)

Photo                       Robert Krischan ter Horst

Hair & Make up         Hanna Funke

Model                      Elisabeth & Maren

Fashion                   Theresa Schmidt

 

2015

Photo                      Robert Krischan ter Horst

Fashion & Styling     Theresa Schmidt

 

2015

 

 

 

 

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